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02.03.2005 um 08:48 Uhr Eure Kommentare (0)

Dan Curry über seine Arbeit bei "Star Trek"

.Der langjährige "Star Trek" Visual Effects Supervisor Dan Curry macht im Moment eine schwierige Zeit durch. Auf der eine Seite freut er sich auf neue Projekte, auf der anderen Seite muss er der Crew von "Star Trek: Enterprise" Lebewohl sagen, "die für uns über die Jahre zu einer Familie geworden ist."

Während eines Auftritts am 25. Februar an der Humboldt State University sprach Curry über die Geschichte des Franchise, angefangen vom Pilotfilm von "Star Trek: The Next Generation" bis hin zum heutigen Tag, an dem er an der möglicherweise letzten "Star Trek"-Episode für die nächsten Jahre mitwirkt. Er erzählte, dass sich viele Mitglieder der Produktionscrew bereits nach einer neuen Stelle umsehen, obwohl sie auch verpflichtet sind, das Finale in der gleichen Qualität zu produzieren, wie alle vorangegangenen Episoden.

Von allen Serien seit "Star Trek: The Next Generation" ist "Enterprise" die Serie, an der er am liebsten gearbeitet hat. "Es spielt in einer früheren Zeitperiode und alles ist dort grober und rauer. Es ist eine wirklich lustige Schauspielergruppe, mit der man arbeiten kann, und mit der Zeit hat sich die Beziehung zwischen den Darstellern und der Crew zu einem Punkt entwickelt, an dem wir zu einer Familie wurden. Deshalb ist es emotional höchst zufriedenstellend, allein aufgrund der Qualität der Leute, mit denen ich arbeite." Curry erklärte zudem, dass sich die Visual Effects in den letzten 18 Jahren stark weiter entwickelt haben. "Wir haben eine Menge Dinge zuerst ausprobiert, die nun Standardtechniken in Kinofilmen sind. Wir waren die allererste Serie mit Visual Effects, die am Ende auf Band und nicht auf Film gebannt wurde. Meine Tätigkeit reichte vom Aufnahmeleiter und Compositing Supervisor bis hin zu einem Dirigenten eines Teams von virtuosen digitalen Künstlern."

Curry erklärte den Unterschied zwischen Visual und Special Effects. Special Effects geschen auf dem Set, wie Explosionen oder aufspringende Türen. Visual Effect dagegen "erzeugen eine synthetische Realität aus verschiedenen Teilen, die zu unterschiedlichen Zeiten gedreht wurden und zu etwas neuem zusammengesetzt werden." Meist sieht man aber beide Effekte in Kombination, zum Beispiel wenn man ein stark brennendes Set darstellen möchte. In der Vergangenheit wurden Visual Effects zum größten Teil mit Modellen realisiert, die immer weiter von Computern abgelöst werden. Curry zeigte Aufnahmen aus der "Enterprise"-Episode "Countdown" und erklärte, dass die aquarianische Xindi-Spezies auf dem wenig bekannten Dinosaurier Monosaurus basieren.

"Bei 'Star Trek' versuchen wir immer zu zeigen, dass die Geschichte das Sagen hat und die Visual Effects nur existieren, um der Geschichte zu dienen. Wenn wir also eine Aufnahme machen verwenden wir folgende Philosophie und fragen uns: Wenn das ein echtes Ereignis wäre, wie würde dann ein großartiger Kameramann dieses Ereignis in einer Art und Weise festhalten, die die Zuschauer erfreut und fesselt? Wir versuchen den Zuschauern zu helfen, die Erfahrung, die unsere Charaktere durchmachen, zu teilen." Curry erklärte auch, was bei den Diskussionen über das Budget in der Pre-Production vor sich geht. "Wenn sich die Produzenten von ihrem Herzinfarkt erholt haben, treten wir einen Schritt zurück und sagen, dass wir uns hier etwas einschränken können. Anstatt einer Aufnahme mit sechs Schiffen können wir diese Geschichte auch mit drei Schiffen erzählen. Vielleicht müssen wir auch nicht ein fünfzehnstöckiges Gebäude in die Luft jagen, sondern es reicht ein fünfstöckiges. Damit kürzen wir uns soweit einschränken, bis es machbar ist."

Obwohl Paramount offiziell noch keine Pläne für eine neue Serie oder einen elften Kinofilm angekündigt hat, sagte Curry, dass es 2006 mit Sicherheit ein "Star Trek"-TV Special zum 40-jährigen Jubiläum geben wird und damit auch eine weitere Dokumentation, die sich mit der Entwicklung der Special und Visual Effects beschäftigt. Weitere Details aus seinem Gespräch findet man auf der Seite Soul of "Star Trek".

Quelle: TrekToday.com

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